Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Am Freitag, 21.8.09 ging es um 7.00 Uhr an der Schule Geestequelle los. Zusammen mit der 10c besuchten wir die Gedenkstätte Bergen Belsen.

Die Rampe

Unsere Führung begann an der Verladerampe. Herr Gade erzählte uns über das Leiden der Gefangenen während der Transporte und wie die Dorfbewohner auf die ankommenden Menschenmassen reagierten.

Wir wurden in einen Waggon von damals geführt. Auf dem Boden waren kleine weiße Markierungen, die den Platz der Gefangenen darstellten. In diesen Quadraten hatte ein Schüler gerade Platz, aber man konnte sich nicht bewegen. Während des Transports damals waren die überfüllten Waggons verschlossen, ohne Licht und Luft, die Toilettentonnen liefen über, so dass die Menschen in ihrem eigenen Kot stehen mussten.

Das Gelände

Wir fuhren mit dem Bus zum ehemaligen Haupteingang des Konzentrationslagers. Diese 6 km von der Verladerampe bis zum KZ mussten die erschöpften Menschen damals zu Fuß zurück legen. Zuerst schauten wir uns die Überreste der Entlausungsstation an und erfuhren, welche entwürdigende Prozedur das Entlausen war, da die Häftlinge(meist jüdische Frauen) sich vor den Wärtern ausziehen mussten. Dies verstieß gegen ihre religiöse Erziehung.

Schade, dass auf dem Gelände keine Gebäude mehr erhalten sind, aber es waren noch Fundamente zu erkennen, so dass man sich den Aufbau noch vorstellen konnte. Außerdem sahen wir mehrere Massengräber. Die Menschen dort wurden nicht wie in Auschwitz oder in Dachau vergast, sondern man hat sie verhungern und qualvoll an Krankheiten durch Hygienemangel sterben lassen. Der größte Teil der Insassen waren Frauen: „Die hygienischen Zustände und unter welchen Qualen die Gefangenen starben, haben mich schockiert“(Rica).

Die Ausstellung

Zuerst sahen wir Original-Filmausschnitte, die die Engländer nach der Befreiung von Bergen-Belsen gedreht hatten, damit die Welt davon erfuhr. In der Ausstellung konnte man in einen Bereich mit biographischem Material die persönlichen Geschichten der Überlebenden anhören. Es gab zum Beispiel einen KZ-Anzug und verschiedene Werkzeuge zu sehen. „Der Aufbau der Ausstellung war gut, aber leider hatten wir viel zu wenig Zeit, die Ausstellung richtig anzuschauen“(Marina)

Anne Frank

„Ich fand die Informationen über Anne Frank am interessantesten, da wir mit der Klasse schon einen Film über sie gesehen hatten. Unter diesen Artikeln und Informationen in BB war auch ein kleiner Film, den man sich angucken konnte. Darin wurde Hannah, eine Freundin von Anne, gezeigt. Sie sprach von früher und dass sie versucht hatte, Anne Brot ins KZ zu schmeißen. Ich war überrascht, dass die Beschreibung von Hannah genau zu dem Abschnitt im Film passte.“(Elena) Die Frauen, die aus Ausschwitz kamen, hatten es nicht für möglich gehalten, dass es ein noch schlimmeres KZ als Auschwitz gab.

Klasse 10b und Brigitte Winkel (Klassenlehrerin)