Besuch der Gedenkstätte Lager Sandbostel – Ziegelsteinprojekt

Die Klasse 9c war am Mittwoch, d. 13. Juni 2012 in der Gedenkstätte Lager Sandbostel. Dort haben wir mit Frau Pliska, der pädagogischen Mitarbeiterin, einen Rundgang über das Gelände gemacht. Wir haben viel darüber erfahren, wie es in dem damaligen Straf- und Gefangenenlager zuging.

Auf unserem Rundgang besichtigten wir die Baracken, wo die Gefangenen „gehalten“ wurden. Das waren längliche Holzhäuser mit mehreren Zimmern. 20 Gefangene mussten sich ein Zimmer teilen. Im Winter waren die Zustände besonders schlimm, denn die Kälte war kaum auszuhalten. Um nicht zu erfrieren, haben sich die Gefangenen die oberen wärmeren Schlafplätze geteilt, denn einige mussten auch auf dem gefrorenen Boden schlafen.

Wir haben erfahren, dass es den sowjetischen Gefangenen besonders schlimm erging.

 

Am 21. Juni nahmen wir dann auch noch an dem Namensziegelprojekt teil. Frau Pliska kam zu uns in die Schule.

pliska

Zunächst musste jeder von uns Schülern die Personalkarte eines sowjetischen Gefangenen bearbeiten, der im Lager Sandbostel verstorben ist. Zunächst haben wir eine kurze Biografie über den Gefangenen geschrieben. Danach kannten wir seinen Namen, seinen Geburtsort, sein Alter, die Strafmaßnahmen, die er erleiden musste, seine Krankheiten und den Grund seines Todes.

vorarbeit

jungs

Anschließend mussten wir den Vor- und Nachnamen und das Geburts- und Todesjahr auf ein Stück Tuch schreiben. Dann bekamen wir Ton und sollten damit eine Holzfläche füllen. Als das erledigt war, kam die Feinarbeit: Mit einem Holzstäbchen ritzten wir die Namen und Daten in die Tonfläche ein. Fertig!

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Jetzt nur noch trocknen, brennen und dann kann man die Ziegel zeigen.

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Unsere 26 Tonziegel werden die Stelen auf dem „Weg der Namen“ auf dem Kriegsgräberfriedhof in Sandbostel ergänzen.

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